Fisch des Jahres 2016Delfine und Schall
Wissen

Fluch der Karibik

Rotfeuerfische kommen ursprünglich im Roten Meer und im Pazifik vor. Seit etwa 1990 werden sie auch im Atlantik und in der Karibik beobachtet.

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Wie kamen sie dorthin? Ihr eigentlicher Lebensraum ist doch das Rote Meer und der Indopazifik, wo sie in Tiefen zwischen zwei und 300 Metern leben.

Als wahrscheinliche Ursache der Ansiedlung in der Karibik gilt, dass Meeresaquarianer, denen sie zu groß oder unliebsam wurden, die Fische in karibischen Gewässern ausgesetzt haben. Eine andere Annahme ist, dass sie mit dem Ballastwasser von Schiffen eingeschleppt wurden. Außerdem hat 1992 Hurrikane »Andrew« mehrere staatliche Aquarien zerstört und so dafür gesorgt, dass Feuerfische in die umliegenden Gewässer entkamen. Eine andere Mutmaßung ist, dass Feuerfische durch den Panama­kanal vom Pazifik in die Karibik gewandert sind.

Aufgrund welcher Umstände diese Neobioten tatsächlich in die Karibik und den Atlantik gelangt sind, ist an sich unerheblich.

Tatsache ist, dass sie sich in ihrer neuen Heimat erstaunlich wohlfühlen und sich schnell vermehren. Dies ging am Ende soweit, dass Kampagnen gestartet wurden mussten, um die Fische in ihrer Anzahl zu dezimieren, denn die Einwanderer gefährden das komplette Ökosystem.

Rotfeuerfische zählen zur Ordnung der Panzerwangen, zu denen auch die Drachenköpfe und die Steinfische gehören. Sie sind giftige Meerestiere und ein Stich verursacht erhebliche Schmerzen.

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