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Umwelt

Mehr Plastik als Fisch

In der Donau schwimmen unterhalb von Wien mittlerweile mehr Plastikmüllteilchen als Jungfische.

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Das sind die erschreckenden Ergebnisse einer Studie am Department für Limnologie und Ozeanographie der Universität Wien.

In den Uferbereichen der Donau zwischen Wien und Bratislava treiben nach den Untersuchungen im Durchschnitt pro Liter Wasser 317 Plastikpartikel - aber nur 275 Fischlarven. Die Donau transportiert nach den Schätzungen der Wiener Wissenschaftler bereits 4,2 Tonnen Plastikmüll in das Schwarze Meer – pro Tag!

Univ.Prof. Hubert Keckeis: "Plastikmüll akkumuliert sich weltweit in sämtlichen Ökosystemen. Diesbezügliche Studien in Gewässern fokussieren jedoch fast ausschließlich auf die Situation in den Meeren." Die schwimmenden Mega-Plastikteppiche im Atlantik und Pazifik sind, das ist tragisch genug, bereits allgemein bekannt.

"Unsere Untersuchungen zeigen, dass sämtliche bisher beschriebenen Konsequenzen, die sich durch die Anreicherung von Plastik in marinen Systemen ergeben, auch in Flüssen zu befürchten sind."

Die Fische verwechseln die überwiegend aus der Industrie stammenden Miniatur-Plastikteilchen mit ihrer Nahrung wie sie etwa Insektenlarven, Fischeier oder Kleinkrebse darstellen. Mit der Folge: vorgetäuschtes Sättigungsgefühl, Verstopfung, Verletzung des Darmtraktes bis zum Tod.

 

 

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