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Wissen

Neuer Meerespark

Chile schafft eine fast 300 Quadratkilometer große vollständig geschützte ozeanische No-Take-Zone, in der weder Fischfang noch andere extraktive Aktivitäten erlaubt sind.

 

 

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Mit der Schaffung des Nazca- Desventuradas-Reservats schützt Chile nun statt der bisherigen 4,4 Prozent satte 12 Prozent seines marinen Hoheitsgebiets und schafft damit das größte Meeresschutzgebiet der Neuen Welt.

Im Februar 2013 erforschten die Pristine Seas Expeditions der National Geographic Society zusammen mit der Schweizer Uhrenmanufaktur Blancpain und der Meeresschutzorganisation Oceana den Desventuradas-Archipel mit den Hauptinseln San Félix und San Ambrosio 1000 Kilometer westlich von Valparaíso. Mit einem Team führender Wissenschaftler und mit modernster Technologie untersuchte die Expedition damit als erstes eines der letzten potenziell unberührten Meeresgebiete vor den Küsten Südamerikas.

Der neue Nazca-Desventuradas Marine Park ist ein Geschenk Chiles an die Welt

meint Dr. Enric Sala, National Geographic Explorer-in-Residence und Leiter des Pristine-Seas-Projekts der US-Naturschutzgesellschaft. »Er umfasst unberührte Unterwasser-Biosphären wie nirgends sonst in den Ozeanen, darunter auch Tiefseegebirge mit Tierarten, die für die Wissenschaft völlig neu sind: eine Fülle von Riesenhummern und eine Restpopulation des Juan-Fernández-Seebären, der früher als ausgestorben betrachtet wurde.«

Blancpain stand von Anfang an hinter dem Pristine- Seas-Projekts und sponserte es als erste Organisation. Diese stete Förderung trug zum Wachstum des Programms bei, das inzwischen zu einer der weltweit führenden Initiativen für Schutz und Erhaltung der Meere geworden ist. Das Programm hat bereits zum Schutz von Meeresgebieten in den Hoheitszonen der Vereinigten Staaten, Großbritanniens, Chiles, Gabuns, Kiribatis und Costa Ricas beigetragen, die zusammen mehr als 2,5 Millionen Quadratkilometer umfassen (zum Vergleich die Fläche der Schweiz: 41 285 Quadratkilometer). Dazu gehört auch das größte Meeresreservat der Welt, das kürzlich von Großbritannien unter Schutz gestellt wurde.

Diese Schutzgebiete sind wichtige Grundlagen, um den wahren Umfang der Auswirkungen des Menschen auf die Meereswelt sowie die Wirksamkeit der Management- und Schutzmaßnahmen beurteilen zu können. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag, um den kommenden Generationen die Ozeane in einem besseren Zustand zu hinterlassen.

www.pristineseas.org www.oceana.org  www.blancpain.com

Foto: Enric Sala/National Geographic

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