visions foto März'16visions video Feb 2016
visions video

Weniger ist mehr

Eine Szene kann persönlich noch so emotional sein, noch so selten, noch so schwer erkämpft – der Zuschauer sieht das nicht. Er sieht nur, dass die Qualität nicht stimmt. 

Anzeige

Auch wenn's schwer fällt, hilft also zum Besten des Filmes manchmal nur eines: Kill your darlings! Das sagen wir unseren Teilnehmern immer wieder - so auch im März.

Schön aber, wenn der Film insgesamt so gut ist, dass die Nominierung trotzdem nicht gefährdet ist. Wie bei »Diving around Sipadan Island«.

Der zweite visions-Beitrag von Ronny Lisker startet mit einem sensationellen Intro: einem tollen Spiel mit der Unschärfe, das neugierig macht. Und die Auflösung ist der Clou. Bei der Fortsetzung – dem klassischen Taucher-Intro – wird nicht lange gefackelt . Sehr schön! Der Film und die Musik sind eines – hier merkt man, dass der Filmer auch die Musik komponiert hat. Das gibt dem Streifen einen ganz besonderen Fluss, viel Emotion und Spannung. Der Film hat eine schöne Mischung aus Totale, Halbtotale und Close-Ups, die Sequenzen haben eine gute Länge. Tolle Aufnahmen mit tollen Perspektiven und Ansichten, schön die langen Einstellungen, die Unterwasser-Kamerafahrten und Perspektivenwechsel, zum Beispiel der bei etwa 02:20: hier wird die Schildkröte erst von hinten, dann von Vorne, aus der Sicht der Tauchers gezeigt. Toll auch die Frontalaufnahmen, zum Beispiel bei 03:22 (Büffelkopfpapageienfische). Was besonders auffällt ist der Umstand, dass die Kamera sehr oft in einer Vorwärtsbewegung ist und auf die einzelnen Objekte zu schwimmt. Diese Art von Kameraführung gibt dem Film eine besondere Note.

Apropos besondere Kameraführung: um die hohe Qualität der Bilder zu wahren hätten wir die Szene mit dem Oktopus bei 02:20/02.21 geopfert. Wir wissen, dass es sich hierbei um ein seltenes Tier handelt, aber: Die Kamera ist hier instabil und die Szene drückt somit die hohe Qualität der Bilder.

Der Film endet, wie er angefangen hat: sehr gelungen. Lediglich die Ansicht der Tauchbasis hätten wir ebenfalls weg gelassen, sie passt nicht in den Kontext aus natürlichen Szenen, die das Ende ankündigen. Insgesamt aber eine schöne Balance aus Natur- und Taucherszenen, ein wunderbarer Film zum Eintauchen und Fallenlassen. Nominiert!

Anzeige

Anzeige

Nominierung Nr. 2

Unsere zweite Nominierung, »Wonderful Maldives«, eröffnet mit wunderbaren Luftbildern.

Der weitere Verlauf des Intros ist klassisch, und auch wenn es im Rahmen ist, hätte man sich hier auch kürzer fassen können. Einem Taucher muss man nicht die Taucherwelt erklären, und das Zusammensuchen des Equipments, der Finicheck – das ist alles nicht mehr neu. Eine gute Maßnahme des insgesamt kürzbaren Intros ist es, die Taucherin vorzustellen, die später durch den Film führt. Dies und die spektakulären und abwechslungsreichen Bilder trösteten die Jury über die fehlende Story hinweg.

Der Film zeigt einen guten Mix aus Totale, Halbtotale und Makro, stabile Kameraführung und gute Schnitte. Dazu kommt ein korrekter Weißabgleich sowie ein guter Lichteinsatz. Betreffs Musik schieden sich die Geister, unbestritten ist der gute Übergang zwischen den einzelnen Szenen. Alles in allem ein Film, der Spaß beim Ansehen macht und durch die schönen Bilder überzeugt. Von der Jury für die Endausscheidung nominiert.

Jurywertung März 2016
Punkte Nominierung Filmer Filmtitel
5 ja Ronny Lisker (D) Diving around Sipadan Island
5 ja Dirk Specht (D) Wonderful Maldives
4 nein Matthias Lebo (CH) Diving Raja Ampat
2 nein Harald Schetter (D) Am Anfang war die Erde wüst und leer

Userwertung

In der Userabstimmung liegt »Wonderful Maldives« von Dirk Specht mit 47 Punkten ganz vorne. »Diving around Sipadan Island« folgt mit 39 Punkten auf Platz zwei. Harald Schetter erreichte mit »Am Anfang war die Erde wüst und leer« 13 Punkte und den dritten Platz, auf Rang vier liegt Matthias Lebo mit »Diving Raja Ampat«.

Userwertung März 2016
Platz Punkte Filmer Filmtitel
1 47 Dirk Specht (D) Wonderful Maldives
2 39 Ronny Lisker (D) Diving around Sipadan Island
3 13 Harald Schetter (D) Am Anfang war die Erde wüst und leer
4 5 Matthias Lebo (CH) Diving Raja Ampat

Danke!

Wir bedanken uns bei allen Usern für die Teilnahme an der Abstimmung.

Das unterwasser-Jahresabo geht an Gerhard Baudiß in Dachau.

Der Wertungsmodus

Jury und Publikum werten die Filme in getrennten Rankings. In der Userwertung werden die Punkte der einzelnen User aufaddiert. Fünf Punkte stellen die Höchstnote dar, ein Punkt ist die niedrigste Bewertung. Die Jury vergibt Punkte von eins bis fünf sowie Nominierungen. Nominierte Filme gehen im Dezember in die Endabstimmung der Jury zur Ermittlung der Jahresbesten.

Alle Filme sowie die kompletten Wertungen finden Sie unter www.unterwasser.de/visions-foto/visions-video/contest/7/

 

 

Anzeige