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Landung auf dem Mars

Unser Redakteur Alexander Kassler hat gemacht, wovon viele träumen: er ist im Ewigen Eis getaucht. Wie sich das anfühlt? »Wie eine Landung auf dem Mars«

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Jahrhunderte altes Wasser, heruntergeschneit. Gefroren. Gepresst. Mit dem Gletscher mitgereist. Ins Meer geschoben, abgebrochen. Und nun, kurz vor dem endgültigen Dahinschmelzen, von einem Tauchhandschuh berührt.

Tatsächlich fühlt es sich an wie eine Landung auf dem Mars. Man ist der erste, zusammen mit dem Buddy, der einzige, der jemals mit der Hand an diesen grönländischen Eisblock gefasst hat. Diese Berührungen gehören ab jetzt zu jedem der kommenden acht Eisberg-Tauchgänge. Dabei wird sich herausstellen, das Eisberge nie gleich sind. Sich nie gleich anfühlen, nie gleich aussehen. Eines haben sie dennoch gemeinsam: Sie sind Giganten.

Selbst bei klarem Himmel, Sonnenschein und relativ guten Sichtweiten sieht man nie Anfang und Ende gleichzeitig. Die optimale Tiefe, um Eisberge zu »genießen«, liegt im Flachbereich bis maximal zehn Meter. Hier hat man den strahlend blauen Himmel samt der Spitze des Eisbergs und das im dunklen Grün verschwindende Ende im Blick. Meter für Meter ändert sich die Struktur. Harscher Schnee, zu Eis gefroren, wechselt mit glasklaren, durchsichtigen Stellen, einst Schmelzwasser, die sich nun wie Diamantadern durch den Eisblock ziehen. Wie faszinierend solche Eistauchgänge sind, beweist neben der Gänsehaut auch der Moment, in dem einer der Taucher auftaucht, den Regler aus dem Mund spuckt, lauthals jubelt und schreit.

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