Issuk-Kul

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»Die Menschen vor Ort brauchen Hilfe, um wieder auf die Beine zu kommen«

Interview mit Anna Kirstein, Tauchbasis  Prince John Dive Resort, Donggala, Sulawesi

Wie geht es Euch vor Ort?

Uns geht es soweit gut. Wir sind unheimlich dankbar, dass alle Gäste, Mitarbeiter und Familien, unser Dorf und auch unser Resort das Unglück fast unbeschadet überstanden haben. In den nächsten Tagen wollen wir mit Reparaturen, Renovierungen und Aufräumarbeiten beginnen und hoffen so, dass auch für unser Team wieder ein Stück Normalität einkehrt.

 

Wie ist die derzeitige allgemeine Lage?

Seit dem Erdbeben und Tsunami, den vielen schlimmen Meldungen und Tagen voller Schrecken hat sich die Lage hier deutlich entspannt. Es treffen unzählige Hilfslieferungen ein, es gibt wieder genügend Wasser, Lebensmittel, Treibstoff und auch das Stromnetz ist wieder stabil. Die Menschen kehren nach Hause zurück, die Geschäfte öffnen wieder .

 

Woran fehlt es am meisten?

Für die Grundversorgung der Menschen ist vorerst wieder gesorgt. In den nächsten Wochen und Monaten wird es den Menschen vor allem an Geld fehlen, um Häuser wieder aufzubauen und die vielen verlorenen Dinge zu ersetzen. Viele Menschen haben auch ihre Arbeit verloren, zum Beispiel weil die Autos, mit denen sie Transportdienste anbieten konnten, vom Meer verschluckt wurden oder ihre Schiffe, mit denen sie zum Fischen gefahren sind, sanken und werden Hilfe brauchen, um wieder auf die Beine zu kommen.

 

Wo werden die Spenden eingesetzt?

Wir wollen die Spenden vor allem in unserer direkten Umgebung einsetzen. Bei Menschen in Donggala, die ihre Bleibe verloren haben, für Familien, deren Hauptverdiener verstorben, oder deren Haupteinkommensquelle (Geschäft, Boot, etc) zerstört ist. Wir werden die Leute persönlich besuchen und so herausfinden, wo Hilfe am dringendsten benötigt wird.

 

Kann man Euch außer mit Spenden auch noch anderweitig unterstützen?

Auch wenn unser Resort weitestgehend verschont geblieben und alle Mitarbeiter, sowie ihre Familien wohlauf sind, könnte diese Naturkatastrophe auch für uns schlimme Folgen haben. Schon jetzt sind sämtliche Buchungen bis Weihnachten weggebrochen und durch einige besonders dramatisierte Darstellungen in den Medien wollen auch schon die ersten Leute ihre Buchungen für das nächste Jahr stornieren. 33 Mitarbeiter ernähren durch ihre Arbeit bei uns ihre Familien und wir wollen alles dafür geben, dass dies auch weiterhin so bleibt. Wir sind guter Dinge, dass sich die Situation vor Ort bis Mitte Dezember normalisiert und wir ab diesem Zeitpunkt unseren Gästen wieder einen wunderschönen Tauchurlaub bieten können!

 

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»Wir haben ein Spendenkonto eingerichtet ...«

Alexander Franz und Anna Kirstein, arbeiten vor Ort im Prince John Dive Resort

Empfänger: Kirchengemeinde Satow
Verwendungszweck: Tsunamihilfe Donggala
Ostseesparkasse Rostock
IBAN DE48130500000515001104
BIC NOLADE21ROS

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