Wrack der HavenHaie in Norwegen
Ziele

Perle im Pott

Als größter Baggersee in NRW ist er zugleich auch einer der klarsten: der Auesee. Ein Porträt in Bildern.

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Direkt am Rhein gelegen, ist der Auesee durch Auskiesung in den Rheinwiesen bis in die 80er Jahre hinein entstanden. Eine Halbinsel teilt den See in zwei Becken.

Der Spagat zwischen Naherholungsgebiet und Landschaftsschutzgebiet scheint geglückt. So gibt es ein großes Strandbad, aber auch eine Vogelschutzinsel und schwimmende Brutflöße für seltene, gefiederte Besucher.

Der Auesee hat eine Fläche von 165 Hektar und eine maximale Tiefe von 17 Metern. Der Rundweg um den See hat eine Länge von zirka sieben Kilometer.

Tauchen

Das Tauchen ist auf einen eingegrenzten Bereich beschränkt. Die maximale Tauchtiefe in diesem Bereich beträgt elf Meter. Beste Sichtweiten sind üblicherweise im April/Mai vorzufinden. Der Tauchereinstieg, bestehend aus einer kleinen Treppe mit schmalem Steg ohne Geländer, wird von den Tauchern kaum genutzt, weil zu wackelig. Der Einstieg erfolgt komfortabler und sicherer über die Slipanlage. Achtung, Wasserfahrzeuge haben hier Vorrang, aber man arrangiert sich vor Ort ohne Stress.

Das Tauchen im Auesee ist kostenpflichtig. Der Kartenverkauf erfolgt direkt am See bei der Seeaufsicht.

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In der Dämmerung kann man an immer gleichen Stellen beobachten, wie die großen Barsche versuchen, die kleineren Artgenossen im Halbschlaf zu überlisten. Mahlzeit!

 

 

Wie fast überall in den europäischen Binnengewässern hat auch im Aue­see der amerikanische Flusskrebs einheimische Panzerritter verdrängt.

 

 

Libellenlarven – hier eine Kleinlibelle – gehören zu den erfolgreichsten Räubern im See.

 

 

Bei vielen Libellenarten  beginnt das Leben unter Wasser – so auch bei der Gemeinen Becherjungfer (Enallagma cyathigerum). Nach der Begattung zieht sich das Weibchen gegen den Auftrieb des mitgeführten Luftvorrats nach unten und sticht seine ­Eier in eine Wasserpflanze ein. Dabei kann es bis zu 90 Minuten unter der Oberfläche bleiben.

Die Photosynthese ist der elementarste Prozess auf unserem Planeten. Der quasi als »Abfallstoff« frei werdende Sauerstoff wird im Wasser als Luftblase sichtbar.

 

 

Die 8,5 Meter lange »Poseidon« wurde im Jahr 2000 als Taucherattraktion versenkt. Von Muscheln und Süßwasserschwämmen bewachsen ist es heute zum Biotop mutiert und bietet auch größeren Seebewohnern ein Zuhause.

 

 

Köcherfliegenlarven (Trichoptera) bauen für ihren Hinterleib einen Schutzpanzer.

Süßwassermilben (Hydrachnellae) gehören zu den Spinnentieren und kommen in 2500 Arten vor.

Zugang und Anfahrt: Der Zugang zum See erfolgt über einen Parkplatz, von dort sind es etwa 100 Meter, an der Seeaufsicht vorbei bis zur Slipanlage. Toiletten und »Aufrödeltische« sind vorhanden. Nachttauchgänge sind bei der Stadt Wesel anzumelden. Der See wird mehrfach pro Jahr für Veranstaltungen wie z.B. Segelregatten für das Tauchen gesperrt. Anschrift und Navi: Auedamm in 46487 Wesel.


Nächste Tauchbasis:
Tauchcenter Wesel, Am Schepersfeld 46, 46485 Wesel, Tel. (02 81) 2 72 24
www.tauchcenter.de

Fakten und Kontakt:

  • Sichtweiten drei bis fünf Meter, im April/Mai bis zehn Meter
  • Jahreskarte 70 Euro, Tageskarte 15 Euro (Stand 2013, Parken und Toiletten inkludiert)
  • Tauchsaison: März bis Oktober
  • Mögliche Sperrungen vor Anreise bei der Seeaufsicht erfragen
  • Seeaufsicht/Auesee-Team: Tel. (02 81) 2 72 29


Weitere Informationen:
www.barakuda-wesel.de
www.tauchen-wesel.de
www.wesel.de

Zur Person

Thomas Heckmann

Thomas Heckmann ist freier Fotograf und verzeichnet Erfolge bei vielen nationalen und internationalen Wettbewerben. Bei den unterwasser visions gewann er mehrmals sowohl in der Einzel- als auch in der Teamwertung. Für unser Magazin verfasst und fotografiert er regelmäßig Beiträge.

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