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Schöne Bescherung

Abenteuer, Entdeckerfreuden und verdammt viel Natur über und unter Wasser. Christmas Island lockt ins Irgendwo im Nirgendwo ...

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Wer Abenteuer statt Luxus sucht, gern an Steilwänden im glasklaren oder planktonreichem Wasser mit den "Großen" taucht, ist hier genau richtig. 

Rot – diese Farbe gehört zu Christmas Island, wie der Weihnachtsmann spätestens seit 1939 zu Weihnachten. Rot ist vor allem im November die vorherrschende Farbe auf den Straßenund anschließend auch im Meer. Und ein paar Wochen später dann auch wieder auf der Straße. Dafür verantwortlich sind die Roten Landkrabben, die hier auch Weihnachtsinsel-Krabben heißen, im Dschungel der Insel leben, zur Paarung in den Küsten nahen Wald wandern, sich dort paaren und ihre Eier anschließend ins Wasser entlassen. Die nach kurzer Zeit im Wasser geschlüpften Jungtiere wandern anschießend auf der gleichen Route wie ihre Eltern zurück in den Dschungel. Diese Wanderung zieht alljährlich nicht nur Touristen, sondern auch die ganz Großen des Meeres an, die sich einen Teil der Brut dann einverleiben, um kurze danach wieder im weiten Blau des Ozeans zu verschwinden. Aber nicht nur zu Weihnachten ist Christmas Island für uns Taucher interessant.

Zwischen Großfisch, Höhlen und Dschungeltouren

Der Weg auf die Insel gehört nicht unbedingt zu den leichtesten: Die Anreise erfolgt per Flugzeug über Jakarta und findet bisher immer nur an Samstagen statt. Obwohl die 135 Quadratkilometer kleine Insel nur 350 Kilometer von Java entfernt liegt, gehört sie dennoch zu Australien. Vor Ort warten Appartements und Pensionen und sogar ein Golfplatz auf Gäste aus aller Welt. Und von denen gibt es gerade zur Krabbenwanderungszeit mehr als genug auf der Insel. Für uns Taucher ist aber vor allem die »ruhigere« Zeit in den Sommermonaten verlockend. Dann, wenn Sichtweiten von mehr als 50 Meter herrschen, wenn man die Regenwälder der Insel trockenen Fußes erkunden kann. Oder sich einfach ein Leihrad schnappt und so die nähere Umgebung rund um Flying Fish Cove besucht. Die Räder gibt es exklusiv bei der unter deutscher Flagge stehenden Tauchbasis der Extra Divers. Wie kommt man darauf, hier am anderen Ende der Welt eine Tauchbasis zu betrieben? Ganz einfach: weil dieses Gebiet relativ unberührt ist, man die meisten Spots für sich ganz allein hat und es andererseits eines der besten Reviere der Welt ist. Was macht das Tauchen auf diesem ehemaligen Vulkan so besonders? In den Sommermonaten sind es die schon angesprochenen Sichtweiten und einmaligen Begegnungen mit Seidenhaien, mit denen man sogar an einigen Stellen schnorcheln kann. Und es sind Delfine, Mantas, Hammerhaie und kleineren Haiarten, die alle diesen Fels mitten im Ozean als Rast- und Fressplatz ansteuern. Spült die Tiefenströmung dann noch planktonreiches Wasser aus der Tiefe empor, so lassen auch Walhai & Co. nicht lange auf sich warten. Rund um die Insel sind es Drop-Offs, die auf Taucher warten. Allerdings gibt es auch noch ganz spezielle Tauchplätze, die ihre Entstehung der ständig an der Insel nagenden Brandung verdanken: Höhlen und Kavernen, in denen man mancherorts auch auftauchen und Stalaktiten bewundern kann. Damit bietet diese kleine Eiland unter Wasser soviel Abwechslung wie kaum eine andere Insel im Indopazifik. Aber auch über Wasser gibt es Natur pur.

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Mit 85 Quadratkilometern gehört über die Hälfte der Insel seit 1980 zum Nationalparks und beeindruckt mit atemberaubenden Dschungelszenarien. Dazu gehören einsame Wasserfälle, beeindruckende Aussichtspunkte und seltene Kokosnuss-Krabben. Etwas verborgen liegen hier auch zwei der berühmtesten Strände Australiens. Hier trifft man auf die Gelege von Meeresschildkröten und die heimlichen Herrscher der Insel: Krabben. Die beste Zeit, um wandernde Krabben zu erleben, ist zwischen November und März. Dann ist allerdings auch der Rest der Insel voll von Besuchern. Die bst Zeit für den Inselbesuch sind somit die Sommermonate. So werden zumindest die taucherischen Wünsche ohne Weihnachtsmann wahr.

Zum Nachlesen: UW 5/18

 

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