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Spanien vereinfacht Gesetze für Taucher

Seit vielen Jahren haben einige Teile Spaniens den Ruf, dass sie reisende Taucher mit Fragen nach einer "aktuellen Untersuchung vom Taucharzt", Extraversicherungen oder anderen Dokumenten sehr unwillkommen sind.

Die Situation ergab sich aus einem Gesetz, das 1996 vor allem für Berufstaucher geschaffen wurde und eine Reihe von Unklarheiten bei der Anwendung auf das Sporttauchen mit sich brachte. Verschiedene Provinzen legten die Gesetze dann unterschiedlich aus, was die Verwirrung noch verstärkt hat.

In diesem Sommer wird ein neues Gesetz (Real Decreto 550/2020) von der Regierung verabschiedet, das die ganze Verwirrung beseitigen soll.

Die größten Änderungen

Die größte Änderung besteht darin, dass Tauch-Interessierte, wie in anderen Ländern, lediglich das neue WRSTC (World Recreational Scuba Training Council) Formular zur medizinischen Selbsteinschätzung ausfüllen müssen.

Wenn Sie auf alle Fragen mit "Nein" antworten, reicht dies für das Tauchen aus. Wenn Sie mit "Ja" antworten, benötigen Sie wie in allen anderen Ländern, die dieses Formular verwenden, weiterhin eine medizinische Untersuchung.

Wenn du bereits ein von einem Arzt unterzeichnetes ärztliches Attest hast, dann ist das natürlich auch weiterhin in Spanien gültig.

Mindestalter fürs Tauchen

Ein weiterer Bereich, in dem es starke regionale Unterschiede gab, war das Mindestalter fürs Tauchen.

Es lag in einigen Gebieten strikt über 15 Jahren und in anderen Gebieten (wie z.B. auf den Kanarischen Inseln) galt "jedes Alter mit elterlicher Erlaubnis".

Das neue Gesetz schafft eine Tabelle der Maximaltiefen mit einer Progression nach Alter. Kinder im Alter von 8 oder 9 Jahren können mit einfachen Erfahrungen bis zu 6 m beginnen.

Von 10 bis 11 Jahren können sie eine Tauchausbildung absolvieren und bis 12 Meter tief tauchen und von 12 bis 15 Jahren mit entsprechender Ausbildung bis 21 Meter.

Mindestausrüstung fürs Tauchen

Das neue Gesetz hat auch klargestellt, welche Mindestausrüstung ein Freizeittaucher verwenden sollte. Dazu gehören die üblichen Verdächtigen, wie Jacket, Atemregler, Zeitmessgerät, Flossen und Maske. Aber auch ein "Schneidegerät" (z.B. ein kleines Messer), eine Pfeife und eine Surface Marker Boje.

Wenn du fortgeschrittenere Tauchgänge außerhalb der normalen Freizeitgrenze von 40m Tiefe durchführen möchtest, gibt es eine höhere Mindestausrüstungspflicht. Sie verlangt "zwei von allem". Also zwei Luftquellen, zwei Masken und zwei Computer oder Zeitmessgeräte.

Tauchversicherung weiterhin nötig

Du musst nach wie vor über eine Tauchversicherung verfügen, die dich gegen Tauchunfälle absichert.

In Spanien gehört die Druckkammerbehandlung NICHT zum Standard des nationalen medizinischen Dienstes und wird daher nicht durch die Europäische Krankenversicherungskarte abgedeckt.

Die meisten Tauchschulen bieten vor Ort eine günstige Versicherung an (ca. 15 € für eine Woche). Internationale Versicherungen, wie DAN oder Aquamed werden natürlich auch akzeptiert.

Spanien lohnt sich!

Wenn du also das Tauchen in Spanien noch nicht ausprobiert hast, dann schau mal vorbei! :-)

Entlang der Mittelmeerküste von den Medas-Inseln im Norden mit tollen Wracks, Riffen und archäologische Stätten bis hin zum Wracktauchen in der Nähe von Gibraltar.

Auch die Kanarischen Inseln und Balearen sind immer eine Tauchreise wert!

Aufgrund der kurzen Flugzeiten und der großen Zahl von Hotels und Tauchbasen, die das ganze Jahr über geöffnet sind (vor allem auf den Kanarischen Inseln), ist Spanien ein großartiges Ziel für Kurse, einen Kurzurlaub oder auch mehrere Wochen Tauchen.

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