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Was bedeutet die Thomas Cook Pleite aktuell für Tauchreisen

Der englische Reisekonzern Thomas Cook musste Insolvenz anmelden. Welche Konsequenzen hat das für Tauchreisen aus Deutschland?

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Thomas Cook ist einer der größten Reiseanbieter weltweit. Nun ist er pleite. Seine deutsche Tochter, die Thomas Cook GmbH hat ebenfalls Insolvenz angemeldet. Viele Tauchreiseanbieter kooperieren mit dem Konzern.  Welche kurzfristigen Konsequenzen erwarten Tauchreisende aus Deutschland nun?

 Die großen deutschen Reiseanbieter, die Teil der Thomas Cook Gruppe sind, Neckermann Reisen, Öger Tours und Bucher Tours haben immer wieder Gäste auf Tauchbasen und bei Tauchreiseanbietern eingebucht.

Diese sind von der Pleite direkt betroffen. So schreibt das Reiseunternehmen Werner Lau auf seiner Webseite: alle Buchungen, die über Thomas Cook und seine Tochterfirmen gebucht wurden, wurden storniert.  Im Oasis, einem Hotel in Marsa Alam, Ägypten, wurden laut Werner Lau 15 Zimmer gecancelt. "Viele Gäste versuchen jetzt direkt bei uns zu buchen oder gehen über einen anderen Veranstalter", so Lau. Darum habe man für den Anbieter Schau ins Land das Kontingent verdoppelt. Das Problem dabei seien jedoch die fehlenden Plätze in den Urlaubsfliegern, so Lau weiter.

Einige Hoteliers haben ihre Gäste gebeten, den Urlaub direkt bei ihnen zu bezahlen, denn sie könnten von Thomas Cook kein Geld mehr erwarten. Die Urlaube sind über den sogenannten Sicherungsschein für einen solchen Insolvenzfall abgesichert. Laut Kaera, der Vertretung der Schweizer Versicherung Zurich, gilt dies nur bis zu einem Gesamtbetrag von 110 Millionen Euro. Sollte der Versicherungsbetrag darüber liegen, bekommt jeder lediglich einen Anteil wieder.

Nicht betroffen sind Buchungen der FTI-Gruppe. Der Clubreisenanbieter Aldiana ist von der Pleite seines Minderheiteneigners Thomas Cook ebenfalls unbetroffen. Weitere Nicht-Betroffene Reiseanbieter finden Sie hier.

"Wir sind Gott sei Dank in einer glücklichen Lage und können unsere Kunden beruhigen", sagt Katja Nessler von Orca Reisen. Als Tauchreiseveranstalter konzentriere man sich auf für Taucher geeignete Reiseziele und Produkte und kaufe diese direkt ein, so Nessler weiter.

Die Fluglinie Condor, eine Tocher des kollabierten Reiseunternehmens aus England, ist vorerst von der Insolvenz nicht betroffen und fliegt weiter. Eine gute Nachricht für alle Urlauber, die ein Rückflugticket bei Condor gebucht haben. Der Flugbetrieb kann aufrecht erhalten werden, da die Airline mit einer Geldspritze durch die Bundesregierung und das Land Hessen rechnen kann. Warum diese Unterstützung nötig sei, erklärt Ralf Teckentrup, Geschäftsführer von Condor: "Weil unsere Liquidiät für die saisonal bedingt schwächere Buchungperiode von unserer insolventen Muttergesellschaft aufgebraucht wurde, benötigen wir diese Brückenfinanzierung für den Winter."

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