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Reise

Tauchen mit Manatees

Jeden Winter kommen sie aus dem Golf von Mexiko in die Küstenkanäle Floridas: Manatees. Die freundlichen Riesen sind neugierig, aber darf man sie deshalb anfassen? Eine Debatte in Videos.

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»Ich bin nicht fett, das sind nur schwere Knochen.« Auf Manatees trifft das tatsächlich zu, weshalb sie jeden Winter zum Schutz vor der Kälte in die warmen Küstenkanäle Floridas schwimmen. Unsere Autorin Alexa von Busse taucht mit und fragt sich:
Anfassen oder nicht?

Die ganze Geschichte finden Sie in der aktuellen Ausgabe (6/18). Ergänzend dazu gibt es hier die entscheidenden Interviews im Video. 

Crystal River ist eine Kleinstadt irgendwo an der Westküste Floridas. Sie ist zerfurcht, alle paar Stunden flutet der Golf von Mexiko sein salziges Wasser in die Kanäle zwischen akkurate Vorstadtgärten und Bootsanleger. Besonders im Winter führt die Strömung tonnenweise Ladung mit sich: Manatees – Florida-Seekühe.

 

Gentle Giants

Weil sie niemandem etwas zuleide tun, nur essen, schlafen oder vorbeischweben und neugierig an Kameras und Neoprenanzügen schnuppern, werden sie auch »Gentle Giants« – freundliche Riesen – genannt. Noch vor wenigen Jahren waren Manatees vom Aussterben bedroht, doch Crystal River hat es geschafft, die Population zu stabilisieren. Allen voran ein Mann, der Manatee-Guru Bob Bonde.

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Dr. Robert Bonde: »Wir müssen die Boote drosseln.«

Manatees - Bob Bonde

Der Mensch – die größte Gefahr?

Tatsächlich haben Manatees nicht viele natürliche Feinde. Bootsmotoren sind die häufigsten, aber auch unmittelbar werden Menschen da zur Bedrohung, wo sie verantwortungslos handeln. So ist 2013 ein junger Brite verhaftet worden, nachdem er ein Manatee-Junges aus dem Wasser gezogen und seine beiden Töchter darauf hatte reiten lassen.

Doch so eindeutig ist falsches Verhalten nicht immer zu identifizieren. Manatees sind extrem neugierig, suchen oft den Kontakt mit Schnorchlern, schnuppern und knabbern an Anzügen und Kameras. Renate Films-Rovin kennt die Debatte. Aus Sommeritz in Thüringen wanderte sie in die Staaten aus, landete in Florida und erklärt heute als Freiwillige die Tierwelt des Homosassa Wildlife State Park.

Renate Wilm: "Wir müssen auf sie achten ..."

Manatees - Renate Wilms

Tim Baxter: »Ich brettere einfach drüber.«

Manatees - Tim Baxter

Allein unter Riesen

Tim Baxter's Meinung vertreten nicht viele – schließlich sind Manatee-Touren auch ein gutes Geschäft. Und für die Besucher bleiben die Begegnungen meist trotzdem unvergesslich. Vor allem, wenn man es schafft, nicht an die überfüllten Plätze zu fahren.

 

Früh aufstehen lohnt sich

Sean Daugherty schafft das jeden Tag. Er ist in Homosassa, etwas südlich von Crystal River, aufgewachsen und hat einigen Manatees schon in seiner Jugend Namen gegeben. Für ihn sind es ganz einfach Freunde, die man nicht stressen sollte.

Auch deshalb fährt Sean antizyklisch raus. Um 6:30 Uhr verlässt er den Steg, um dem Sonnenaufgang überm Homosassa River entgegen zu fahren und seine Gäste dann in absoluter Stille in den Nebel über der Wasseroberfläche eintauchen zu lassen.

 

 

Sean Daugherty: »Manatees sind riesige Hippies.«

Manatees - Sean Daugherty

Fazit

Ruhig liegen bleiben – Manatees kommen von ganz allein. 
Wir Taucher wissen schließlich am besten: Wer nervös ist, bewegt sich zu schnell. Das erschreckt und vertreibt die Tiere. Wer aber ganz einfach durchs Wasser schwebt und sich mit den freundlichen Riesen treiben lässt, wird die Begegnungen am meisten genießen.

 

 

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