WatchlistUnterwegs in der Region
Mittendrin

Land, Leute, Kultur

Tauchen steht im Mittelpunkt des Urlaubs vieler Aqaba-Besucher – doch auch oberhalb der Wasseroberfläche ist einiges geboten. 
Der unterwasser Überwasser-Reisebericht.

Die Autorin

Rose Kefrig

Aquaba bietet alles, was Europäer von einem perfekten Urlaub erwarten.Ob tauchen oder Kultur: für jeden ist etwas dabei!

Unsere Sightseeingtour beginnt in der Innenstadt und führt vorbei an einer prunkvollen Moschee.

Weiter geht’s vorbei an hell erleuchteten Shoppingmalls, dem berühmten schottischen „Feinkostrestaurant“, dann zum Hafen und vorbei am 130 Meter hohen Fahnenmast - angeblich der fünfthöchste der Welt.

Wir kosten köstliche Souvenirs, die es so nur in Jordanien gibt: frische Gewürze vom Markt, frisch geröstete Kaffeebohnen, individuell zusammengestellte und hübsche, verpackte Nuss-Kern-Mischungen. Typisch jordanisch ist auch eine Kräutermischung aus Thymian-Sesam-Sumak, die uns der Manager des Al Baba Spices anbietet. Mit Olivenöl verrührt, schmeckt sie herrlich zu Salaten oder Schafskäse. Originell, aber etwas schwer für die Reisetasche sind die farbig gefüllten Sandflaschen, die man sich auf Wunsch mit Sonnenuntergängen, Kamel,- oder Oasenmotiven künstlerisch gestalten lassen kann.

Natürlich darf bei unserem Mammutprogramm auch eine Quadtour nicht fehlen. In Begleitung eines Mitarbeiter der »Thrifty-Company« soll der jordanische Wüstensand von uns mal so richtig aufgewirbelt werben.

Auf ans Rote Meer!
Auf ins Tauchparadies Aqaba!

Neben beeindruckenden Exkursionen ins Landesinnere bietet Aqaba ein breit gefächertes Spektrum an unterschiedlichen Wassersportarten und ungehinderte Badefreuden für die ganze Familie.  

Aqaba Tourismus Info
www.aqaba.jo

Jordanien Tourismus Info 
www.visitjordan.com

Eine Stadt, aus dem Stein gemeißelt

Sand, viel Sand! Wir sind mittendrin in der Wüste. Einen Tagestrip mit Übernachtung in Wadi Rum - diese absolute Stille – muss man sich unbedingt gönnen! Und das Rayaheb Camp besuchen. Die Lage ist sehr gut, da das Camp durch ein imposantes Felsmassiv geschützt wird.

Doch schon bald geht es weiter. Zirka 24 Kilometer nördlich der berühmten Felsenstadt Petra übernachten wir im Montreal Hotel. Gegenüber dem Hotel krönt eine alte Burg den Kegel eines Felsens, der sich über eine wilde, raue Landschaft erhebt. Sie ist nach dem nahe gelegenem Ort Shobak benannt. Aber für die Kreuzritter war es einst Crak de Montréal – die königliche Festung – erbaut im Jahr 1115 unter der Herrschaft von Balduin I. Nach diesem kleinen Kulturstopp fahren wir weiter zum antiken, sagenumworbenen Petra. Das Volk der Nabatäer meißelte die Stadt in der Antike direkt aus dem Berg. Die Felsenstadt, die von der UNESCO 1985 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde, ist zwar längst verlassen - aber nicht vergessen. Wer vor den gewaltigen Tempelanlagen und Steingräbern steht, wird beeindruckt sein. Für immer!

Um die Felsenstadt Petra zu betreten, muss man erst die enge, anderthalb Kilometer lange Schlucht des Siq hinabwandern. So gelangt man zur Schatztruhe, in dem vom 3. Jahrhundert vor Christus bis zur Eroberung durch das römische Imperium im Jahr 106 das Zentrum des mächtigen Reiches der Nabatäer lag. Auf keinen Fall sollte man sich allein auf den Weg machen, sondern von einem der mehrsprachigen Guides unbedingt die bedeutende Historie erklären lassen.

Uraltes Mosaik

Am nächsten Tag reisen wir weiter nach Madaba. Die dortige griechisch-orthodoxe Saint Georg -Kirche enthält die beeindruckende Mosaikkarte von Madaba und ist das erste geografische Bodenmosaik der Kunstgeschichte. Sie ist für die Lokalisierung und Verifizierung biblischer Stätten von großer Bedeutung. Unsere Religionsgeschichte von Jordanien führt uns anschließend zum Taufplatz Jesu. Erst 1996 wurde aufgrund dieser Mosaiklandkarte nach einem Taufplatz im Wadi al-Kharrar gegraben. Klar war zumindest, dass man auf dem Gebiet der jordanischen Gemeinde Bethanien suchen musste. Und tatsächlich wurden die Archäologen fündig. Zisternen kamen im Zuge von Ausgrabungen ans Tageslicht, die auch als Taufbecken gedient haben konnten. Eine neue Pilgerstätte war geboren.

Lieber Kerzen als WLAN

Auch Mount Nebo statten wir einen Besuch ab und übernachten in der Feynan Ecolodge. Dieses Hotel ist eine wahre Wonne – allerdings auch in der Preislage. Immerhin kommt ein Großteil der Einnahmen direkt der Beduinengemeinschaft zu. Für die Mitarbeiter ist das auch nicht einfach ein Job, sondern sie sind mit Herz und Leidenschaft dabei.

Bei Aktivitäten wie Wandern oder der Teilnahme am Leben der Beduinen lässt sich herrlich entspannen. Mit Stolz auf ihre Wurzeln als Beduinen fühlt das Personal sich dem Ethos des Naturschutzgebietes, der Erhaltung der lokalen Gemeinschaften, der Landschaft und der Flora und Fauna dieses wunderschönen Tals verpflichtet. Wer Luxus, Hotelkomfort oder Unterhaltungsprogramm sucht, ist hier allerdings fehl am Platz. Die gesamte Ecolodge-Anlage und die Zimmer sind einfach, aber zweckmäßig eingerichtet. Die einzige Lichtquelle im Zimmer ist das Badezimmer. Ansonsten brennen überall Kerzen; sie leuchten abends den Weg. Ja, es gibt auch Wi-Fi, doch nur zu bestimmten Zeiten an der Rezeption. Wir aber genießen es, endlich mal „netzfrei“ zu sein - fernab jeder Zivilisation - umgeben von herzlichen Menschen, totaler Ruhe und einem vegetarischen Buffet vom Feinsten.

Alles auf einen Blick
Interaktive Karte Aqaba

Dive-Spots, Tauchbasen, Unterkünfte, Regionen, Landmarken und Sehenswürdigkeiten im interaktiven Kartenformat.