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Sind Rotfeuerfische wirklich so schädlich?

Sind Rotfeuerfische wirklich so schädlich?

Antwort: Die Invasion der Rotfeuerfische ist ökologisch katastrophal. Und obwohl wir keine gute Möglichkeit haben sie loszuwerden, helfen Wettbewerbe. Wir sagen dir was es damit auf sich hat.

Was sind "invasive Arten"?

Definieren wir zunächst einmal "invasive Arten". Eine "nicht einheimische Art" ist eine Art, die außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes zu finden ist. Sie lässt sich aber auch nicht in ihrer neuen Heimat nieder und verursacht dort keine ökologische Störung.

Eine invasive Art ist eine besonders bösartige Untergruppe der Kategorie der nicht einheimischen Arten. Diese Organismen haben sich in ihrer neuen Heimat außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets niedergelassen und verursachen dort ökologische Störungen.

Rotfeuerfische sind ein gutes Beispiel

Rotfeuerfische sind seit ihrer Einführung in der Karibik in den 1990er Jahren häufig ein Lehrbuchbeispiel für invasive Arten. Sie haben dort alle möglichen Arten von Schaden verursacht.

Rotfeuerfische sind unersättliche Raubfische, die sowohl mit den einheimischen Korallenfischen um Beute konkurrieren, als auch junge einheimische Rifffische direkt fressen.

Sie fressen so viele einheimische Fische, dass Wissenschaftler, die invasive Rotfeuerfische untersuchen, ein ungewöhnliches Gewebe in ihnen gefunden haben. Es stellt sich heraus, dass viele karibische Rotfeuerfische fettleibig sind.

Einheimische Fischarten bis zu 90 Prozent reduziert

Laut der gemeinnützigen Reef Environmental Education Foundation können Rotfeuerfische mehr als 70 einheimische Fischarten und wirbellische Tiere fressen, darunter auch Individuen bis zur Hälfte der Größe der Rotfeuerfische.

Ssie können bis zu 460.000 Fische pro Hektar und Jahr fressen. Was die einheimischen Fischpopulationen an einigen Riffen um bis zu 90 Prozent reduziert hat. Da sie keine Raubtiere in ihrem heimischen Verbreitungsgebiet haben, sind sie in der Karibik in extremer Fülle anzutreffen. Manchmal bis zu 200 Fische pro Hektar!

Das Weibchen legt über 2 Millionen Eier

In einigen Ökosystemen besteht etwa die Hälfte der gesamten Raubfisch-Biomasse heute aus Rotfeuerfischen, bemerkenswert für eine Art, die es vor 30 Jahren noch nicht gab. Oh, und sie erreichen die Fortpflanzungsreife in weniger als einem Jahr, und ein Weibchen kann in einem einzigen Jahr über 2 Millionen Eier ablaichen.

Also sind Rotfeuerfische in der Tat ein ökologisches Problem.

Was kann man gegen Rotfeuerfische tun?

Was kann man gegen sie unternehmen?

Eine der beliebtesten Strategien sind Rotfeuerfisch-Wettbewerbe in Amerika. Das Ziel dabei ist es durch Speerfischen so viele Rotfeuerfische wie möglich an einem Tag zu töten. Das waren in den letzten Jahren oft einige tausend Rotfeuerfische.

Diese Wettbewerbe dienen auch dazu den Forschern wissenschaftliche Proben zur Verfügung zu stellen.

Diese Wettbewerbe können natürlich nicht alle Rotfeuerfische da draußen entfernen. Es gibt einfach zu viele von ihnen und ihr Lebensraum reicht in Tiefen, die Taucher nicht erreichen können.

Diese Veranstaltungen sind oft aber das Einzige, was die Zahl der Tiere in Schach hält und sie entfernen erfolgreich eine beträchtliche Anzahl von erwachsenen Rotfeuerfischen aus einem kleinen Gebiet.

Rotfeuerfische als Delikatesse

Einige Leute haben vorgeschlagen, dass man eine industrielle Fischerei betreiben sollte, um Rotfeuerfische aus der Karibik und dem Atlantik zu entfernen. Sie sollen tatsächlich ziemlich gut schmecken und einige Restaurants in Florida haben sie sogar schon auf der Speisekarte.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Rotfeuerfische in der Tat ein großes ökologisches Problem darstellen. Wir haben bisher keine Möglichkeit sie vollständig loszuwerden. Aber Rotfeuerfisch-Wettbewerbe sind nach der Meinung vieler Wissenschaftler eine gute Möglichkeit ihre Anzahl in Schach zu halten.

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Ein Taucher beim Speerfischen mit Behälter für die gefangenen Rotfeuerfische.

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