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Quer durchs Meer...

Algenteppich in der Karibik

Quer durchs Meer...

… erstreckte sich laut Satellitenauswertung vergangenes Jahr der Braunalgenteppich, der nun an den Küsten der Karibik für Gestank und unschöne Traumstrandbilder sorgt.

Besonders betroffen sind Südflorida, Mexiko, Jamaika und die Dominikanische Republik. Forscher schätzen, dass 20 Millionen Tonnen der Algenart Saragassum den Atlantik 2018 von der Westküste Afrikas bis in die Karibik auf einer Länge von 8850 Kilometern als geschlossener Algenteppich durchzogen. Jetzt haben Teile dieser Masse die Strände erreicht. Sie sterben ab, zerfallen und setzen dabei Faulgasse frei. Außerdem entziehen sie bei der Zersetzung dem Wasser Sauerstoff, wodurch das Leben im Meer bedroht ist. Dort ersticken die toten Algen die Korallen und das Seegras.

Einer Studie der Universität Südflorida zufolge, hat sich die Zusammensetzung des Meeres inzwischen derart verändert, dass die Algenblüte regelrecht explodiert ist , so Studienleiter Chuanmin Hu. Die Fachleute vermuten, dass der erhöhte Nährstoffeintrag an Afrikas Westküste und im Bereich der Amazonasmündung zur jetzigen Situation beiträgt. Bisher traten solche Algenexplosionen vor 2011 nicht auf. »Betrachtet man die vergangenen 20 Jahre, so müssen wir damit rechnen, dass dieses Phänomen zur Normalität werden wird«, wurde der Meeresbiologe Hu zitiert.

Quelle: University of South Florida (www.usf.edu)

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