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Familie verklagt Liveaboard Betreiber

Die Familie des einzigen Besatzungsmitgliedes, das mit 33 Passagieren bei einem Brand an Bord der "Conception" vor der Küste Südkaliforniens ums Leben kam, hat die Eigentümer des Schiffes verklagt.

Die Familie von Alexandra Kurtz behauptet, dass die Besitzer des Conception Liveaboards wussten, dass das Boot nicht seetüchtig war. Sie sagen dass es an den erforderlichen Rauchmeldern und Feuerlöschgeräten fehlte und keine angemessenen Notausgänge hatte.

Alexandra, 26 Jahre alt, kam aus Illinois. Sie lebte in Kalifornien und war ein neues Besatzungsmitglied der Conception. Sie war das einzige Mitglied der Besatzung, das mit den Passagieren in der Koje unter Deck schlief. Als das Feuer mitten in der Nacht ausbrach lag das Boot vor Santa Barbara vor Anker.

"Die Angehörigen haben uns um zwei Dinge gebeten", sagte Anwalt Robert Mongeluzzi auf einer Pressekonferenz in Los Angeles. "Herauszufinden, was passiert ist und sicherzustellen, dass es nie wieder passiert."

Wie kam es zu dem Brand auf der Conception?

Die Ursache des Brandes wird weiterhin von der Bundesanwaltschaft, dem National Transportation Safety Board und der Küstenwache untersucht.

Der Anwalt sagte, dass es wahrscheinlich ist, dass das Feuer in der Kombüse ausbrach. Dort wurden Lithium-Ionen-Batterien, die bekanntermaßen eine Brandgefahr darstellen, geladen. Sie werden für Kameras, Telefone und Tauchlampen verwendet.

Feuer auf dem Schwesterschiff

Der Anwalt zitiert außerdem Berichte über ein Feuer, das auf dem Schwesterschiff des Bootes, der "Vision", ausbrach. Dort begann ein Handy zu schwelen und wurde über Bord geworfen, bevor es Schaden anrichten konnte.

Nur 5 Überlebende

Die einzigen Überlebenden der "Conception" waren der Kapitän und vier weitere Besatzungsmitglieder, die alle über Deck schliefen. Sie sagten, dass sie aufwachten und das Boot bereits in Flammen stand. Sie waren nicht in der Lage die schlafenden Passagiere zu erreichen. Um ihr eigenes Leben zu retten mussten sie ins Wasser springen.

Die Behörden prüfen, ob das Boot einen Nachtwächter hatte, wie es die Regeln der Küstenwache vorschreiben.

Stellungnahme der Boots-Eigentümer

Die Bootseigner haben erklärt, dass sie "mit angemessener Sorgfalt darauf geachtet haben, dass die Conception seetüchtig ist. Sie war zu allen relevanten Zeiten dicht, standhaft und stark. Sie war außerdem voll und richtig bemannt, ausgerüstet und versorgt und in jeder Hinsicht seetüchtig und fit für den Dienst, in dem sie eingesetzt wurde."

Die Aufzeichnungen der Küstenwache zeigen, dass das Boot die letzten zwei Sicherheitsinspektionen ohne Verstöße bestanden hatte.