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Eine Unterwasser-Raumstation

Eine Unterwasser-Raumstation

Aquanaut Fabien Cousteau - Enkel des berühmten Ozeanforschers Jacques-Yves Cousteau - hat erstaunliche Pläne für den Bau eines Äquivalents der Internationalen Raumstation (ISS) angekündigt - allerdings auf dem Meeresboden.

Er nennt die Anlage "Proteus" und behauptet sie könne ein Ort sein, an dem Wissenschaftler aus aller Welt zusammenarbeiten können, um den Ozean zu erforschen und zu schützen. Etwas, von dem Cousteau behauptet, es sei "1.000 Mal wichtiger als die Erforschung des Weltraums".

Die Notwendigkeit eines Ortes wie der Internationalen Raumstation ist ziemlich offensichtlich: Anstatt in den Weltraum hin und her zu reisen haben die Astronauten einen Ort, an dem sie wochen- oder monatelang bleiben können.

Die Notwendigkeit

Die Notwendigkeit eines Unterwasserstützpunktes, wo Ozeanforscher leben könnten ist vielleicht nicht so offensichtlich, aber wegen der Dekompressionskrankheit besteht sie immer noch.

Eine Unterwasserbasis würde den Forschern eine Möglichkeit bieten, diese Einschränkung zu umgehen. Sie könnten wochenlang in ihr leben.

Mit der Hilfe des Industriedesigners Yves Béhar enthüllte Cousteau sein kühnes Ziel: ein 4.000 Quadratmeter großes Labor, das einem Team von bis zu 12 Forschern leichten Zugang zum Meeresboden bieten könnte.

Die Vision

Das auffälligste Designelement ihrer Vision ist eine Reihe von blasenartig hervorstehenden Hülsen. Jede Kapsel soll einem anderen Zweck dienen. Von der medizinischen Abteilung bis hin zu Laboratorien und Privatquartieren.

Das Team behauptet, dass Proteus auch das erste Unterwasser-Gewächshaus der Welt beherbergen wird. Es ist für den Anbau von Nahrungsmitteln für alle, die dort stationiert sind, bestimmt.

Cousteau hat Recht

Es mag wie eine verrückte Idee klingen, aber Cousteau hat Recht: Die Erforschung des Weltraums erhält weitaus mehr Mittel als ihr ozeanisches Pendant, obwohl der Mensch erst etwa fünf Prozent der Weltmeere erforscht hat - und nur 20 Prozent kartografiert hat.

Mit einer Unterwasser-"Raumstation" wären wir besser ausgerüstet, um die kostbare Lebensquelle, die der Ozean ist, zu verstehen und zu schützen.

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