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Der internationale Bericht zu Hai-Angriffen

Für das Jahr 2019

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Der internationale Hai-Angriff Bericht für 2019

Obwohl man allein in den USA etwa 76 Mal häufiger von einem Blitz getroffen und getötet wird als von einem Hai, nehmen diese schöne Tiere immer noch einen einzigartigen Platz in der Psyche der meisten Menschen ein.

Aber wie immer ist der jährliche weltweite Bericht der International Shark Attack File (ISAF) hier, um die Hysterie mit Fakten zu beruhigen.

Im vergangenen Jahr untersuchte die ISAF 140 angebliche Interaktionen zwischen Mensch und Hai. Wobei die Zahl der unprovozierten mit 64 und der provozierten 41 Bisse im Jahr 2019 ungewöhnlich niedrig war. Damit steht sie in Einklang mit den 62 unprovozierten Bissen im Jahr 2018. Wobei der Trend vom 5-jahres Durchschnitt von 82 abnimmt.

Es gab fünf menschliche Todesfälle, von denen zwei als unprovoziert bestätigt wurden. Einer auf Réunion und einer auf den Bahamas. Was zwei weniger sind als die vier unprovozierten tödlichen Angriffe im Jahr 2018.

Definition eines provozierten und unprovozierten Agriffs

Die ISAF definiert einen provozierten Angriff als einen Angriff, bei dem ein Mensch einen physischen Kontakt mit einem Hai herstellt. Zum Beispiel wenn ein Taucher gebissen wird nachdem er versucht einen Hai zu fangen. Oder wenn er gebissen wird, wenn er Haie von Angelhaken und Netzen entfernt. Unprovoziert ist, wenn ein Hai einen lebenden Menschen im natürlichen Lebensraum des Hais ohne menschliche Provokation angreift.

Wo gab es die meisten Angriffe?

Es waren die USA, die mit 41 Bissen die meisten Begegnungen verzeichneten. Was zwar deutlich über den 32 Bissen von 2018 liegt, aber immer noch deutlich unter dem 5-Jahres Durchschnitt von 61. Florida war mit 21 Angriffen der Spitzenreiter. Das entspricht mehr als die Hälfte der USA und fast ein Drittel der weltweiten Gesamtzahl. Wichtig ist jedoch, dass keiner der Angriffe tödlich war.

Auch die Kanarischen Inseln sind im Ranking

Australien beansprucht erneut den zweiten Platz mit 11 unprovozierten Bissen und keinen Todesopfern. Wobei die Bahamas mit zwei Bissen den dritten Platz belegten. Darunter der tödliche mehrfache Tigerhai-Angriff auf den Kalifornier Jordan Lindsey.

An anderer Stelle, auf den Kanarischen Inseln, in der Karibik, auf Kuba, in Französisch-Polynesien, Guam, Israel, Mexiko, Neukaledonien und Südafrika, die einst ein Hotspot für Hai-Angriffe waren, kam es zu je einer Begegnung.

Der letzte Unfall war der tödliche Biss vor der Küste der Insel Réunion im Indischen Ozean. Als die 28-jährige Kim Mahbouli beim Surfen auf einem berüchtigten Gewässer rund um den Hafen von Saint-Leu angegriffen wurde.

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 Die International Shark Attack Files (ISAF) erstellen jährlich einen Bericht zu Hai-Attacken weltweit.

Welche Sportarten sind am stärksten bedroht?

Tatsächlich sind Surfer und andere Wassersportler am stärksten von einer Haibegegnung bedroht. 53% von ihnen sind davon betroffen. Das ist nicht überraschend, wenn man bedenkt, dass sie die meiste Zeit in der Brandungszone verbringen. Die zufällig auch der bevorzugte Tummelplatz der Haie ist. Schwimmer sind ca. für ein Viertel aller Angriffe verantwortlich. Während Freitaucher, Schnorchler, Bodysurfer und Taucher den Großteil des Rests ausmachen.

Wie hoch ist die Chance von einem Hai gebissen zu werden?

Falls du es nicht schon erraten hast ist somit die Chancen von einem Hai gebissen zu werden extrem gering. Man denke nur an die Milliarden, die jedes Jahr ins Meer gehen. Und an die fünf Todesopfer, von denen nur zwei von der ISAF als unprovoziert eingestuft wurden.

100 Millionen getötete Haie jedes Jahr

Dem gegenüber steht die weltweite Fischerei-Industrie, die jedes Jahr etwa 100 Millionen Haie und Rochen tötet. Mit die Nullen sind das 100.000.000. Und das, bevor wir Faktoren wie den Verlust von Lebensraum, Verschmutzung und andere vom Menschen verursachte Veränderungen berücksichtigen, die jede Art in jedem Ozean bedrohen.

Haie sind der Schlüssel zu einem gesunden Lebensraum im Meer. Sie fressen schwache und kranke Tiere, verbessern ihre Umwelt und helfen (ironischerweise) sogar, die Fischbestände gesund zu erhalten. Sie selbst vermehren sich nur langsam und kämpfen darum, sich von dieser Dezimierung zu erholen. Immerhin gibt es Hinweise darauf, dass der Schutz der Haie zur Erholung ihrer Populationen führt.

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass du niemals einen Hai im Wasser sehen, geschweige denn von einem Hai angegriffen wirst. Du solltest dich also auf jeden Fall niemals von dem Gedanken daran abhalten lassen, direkt abzutauchen. Auch mit Haien. :-)

Quelle: www.forbes.com