| Videos Oktober 2012 |

Lauter Gewinner

In unserer Jury gibt es wohlwollende, strenge und noch strengere Juroren. Das größte Lob kam diesen Monat von unserem strengsten: „Jeder der vier Filme hätte ein Gewinner werden können – wären sie in unterschiedlichen Monaten eingereicht worden“. In diesem Monat, in dieser Konstellation, war die Reihenfolge, zumindest von Seiten der Jury, trotzdem recht eindeutig.

Platz 1: "Schnecken unter der Brücke" von Peter Rodijnen (NL). © Peter van Rodijnen

 

So ging Platz 1 an Peter van Rodijnen (NL) für „Schnecken unter der Brücke“. Eine schöne, klassische Mini-Doku, perfekt produziert, gute und abwechlungsreiche Kameraführung,  perfekter Soundtrack. Top in punkto Info (Sprecher), Story (Lebenszyklus der Schnecken), Untertitel, Nachvertonung, Bildauswahl. Entscheidender Punkt gegenüber den Mitbewerbern war der Aufwand und das Setting in den heimischen Gewässern, das schwierigere Bedingungen mit sich bringt als etwa ein tropisches Gewässer. Über eine längere Zeitspanne mussten mehrere Tauchgänge absolviert werden, die Story wurde geplant und dann umgesetzt, alle Fragen werden beantwortet und der Film zeigt, was er verspricht. Plant der Filmer die Teilnahme an internationalen Festivals, was er mit diesem Streifen definitiv tun sollte, würde man lediglich einen englischen Sprecher empfehlen wollen, um anderen Einreichungen gegenüber einen entscheidenden Vorteil nicht zu verspielen. "Schnecken unter der Brücke" ansehen

Platz 2: "The Mantas of Yap" von Andreas Schumacher (D). © Andreas Schumacher
Der zweite Platz, Mantas of Yap“ von Andreas Schumacher ist unser Sieger in punkto Kreativität. Ein perfekt gemachter Film, alles ist stimmig, Kameraführung, Schnitt, Musik. Die Wahl von  „Schwarz/Weiß“ weckt – sicherlich nicht aus Zufall – Assoziationen mit Hans Hass und Jaques Cousteau. Nur in punkto Schwierigkeit und Aufwand musste er sich seinem Vorgänger geschlagen geben, weswegen der Monatssieg dann schließlich auch an diesen ging. "The Mantas of Yap" ansehen

Platz 3: "Tauchen im Bergwerk Christine" von Gerhard Müller (D). © Gerhard Müller
Gerhard Müller überraschte mit seinem Beitrag “Tauchen im Bergwerk Christine”. Welch ein Entwicklungssprung gegenüber früheren Einreichungen! Da war es wirklich Pech, dass der Film diesen Monat gegen derartige Gegner antreten musste. Eine gute Geschichte, gut ausgeleuchtete Bilder – und ein Sprecher. Ein großer Gewinn – und gleichzeitig auch die wahrscheinlich größte Herausforderung, die man als Filmer annehmen kann. Mit ein paar Kleinigkeiten kann man viel gewinnen: klarer Sprechen, nicht nur beschreiben, was der Zuschauer sieht, sondern mehr Hintergrundinformationen einfließen lassen. Vielleicht findet sich im Bekanntenkreis ein geübter Sprecher, der diese Aufgabe übernehmen kann? Technische Tipps noch zur Perfektionierung: Oberflächenaufnahmen unbedingt mit Stativ filmen. Unscharfe Szenen konsequent herausschneiden. Das Tüpfelchen auf dem I wären ein paar O-Töne. Aber nicht zu vergessen: wir jammern hier auf hohem Niveau! "Tauchen im Bergwerk Christine" ansehen

Platz 4: "Andamanen unter Wasser" von Gerhild Hackenberg (A). © Gerhild Hackenberg
Wir sind eine verwöhnte Jury, und reine Impressionsfilme haben es bei uns immer ein bisschen schwerer. Dennoch gefielen die schönen und abwechslungsreichen Unterwasseraufnahmen von Gerhild hackenbergs Beitrag „Andamanen unter Wasser“. Die erwähnte Tauchbasis wird sich extrem freuen, ihren Kunden solche Aufnahmen zu präsentieren. Für alle anderen ist es eine schöne Auswahl an Eindrücken – besonders um die Aufnahmen des Elefanten kann man die Filmerin nur beneiden. Und hier haben wir eine klassische verpasste Chance – der Elefant hätte genutzt werden können, um um ihn herum die Geschichte der Unterwasserwelt der Andamanen zu entwickeln. Mit Story, Handlung, Aussage. Insgesamt hätte der Film gekürzt werden können, vor allen Dingen um die Überwasser- und die unscharfen Aufnahmen. Außerdem: Logo ans Ende, und dezenter. Sehr positiv wurde gewertet, dass der Filmer der Elefanten-Sequenzen kreditiert wurde. "Andamanen unter Wasser" ansehen

Lassen Sie uns an dieser Stelle, gerade in einem Monat, in dem wir durchweg gute Einsendungen zu verzeichnen hatten, kurz darauf hinweisen: für den „Hausgebrauch“ sind alle Filme, die wir hier sehen, einwandfrei. Unsere professionelle Jury hat jedoch immer die internationale Wettbewerbsteilnahme im Fokus – und mit entsprechendem Maßstab betrachtet und wertet sie die Filme.
Die Jury (v.l.n.r.): Andrea Ramalho, Biologin, UW-Filmerin, Ralf Kiefner, UW-Fotograf und –Filmer, Edward Snijders, UW-Filmer, Organisator des „North Sea Film Festival“, Uli-Radermacher, (Bundesverband Deutscher Film-Autoren BDFA e.V.), Kristin Wunderlich, unterwasser © Archiv
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Userwertung: andere Ansichten
Die User hatten diesen Monat eine ganz andere Ansicht und rollen da sFeld von hinten auf. Sie sehen Gerhild Hackenberg (A) ganz vorne und gaben ihr 29 von insgesamt  97 Stimmen. Peter Rodijnen (NL) mit „Schnecken unter der Brücke“ sahen sie auf Platz 2, er erhielt 24 Votes. Andreas Schumachers „Mantas of Yap“ blieben mit nur einer Stimme knapp hinter dem Niederländer und belegen den dritten Platz. Platz vier geht an Gerhard Müller (D) und „Tauchen im Bergwerk Christine“.

Die Gewinner der Verlosung
Im Oktober hatten wir unter allen Usern, die sich an der Abstimmung beteiligen, eine maske „Big Eyes Evo Crystal“ von Cressi sowie einen Daypack von S.U.B. ausgelobt.

Die Maske geht an: Chris U Schartz, Friedrichshafen.

Den Daypack hat Christoph Asinger aus Wiener Neustadt gewonnen. 

Im November findet der letzte Monatssauscheid des visions video Wettbewerbs 2012 statt. Diese vier Filmer haben sich qualifiziert: Alexander Benedik (D) mit "The Azores Underwater",
Dirk Papenhagen (D) mit "Tropical Island", Katja Kieslich (D) mit "Zauber der Kalypsoinsel" und Silke de Vos mit "Barrakuda Lake".

Im November zu gewinnen: eine Damen-Taucheruhr "Liz" von Cressi und ein Daypack von S.U.B. © Hersteller
Unter allen Usern, die sich an der Videowahl beteiligen, verlosen wir im November eine Damen-Taucheruhr "Liz" von Cressi im Wert von 49 Euro und einen Daypack von S.U.B im Wert von 39,90 Euro.

Und so funkioniert's: gehen Sie zu unserem visions video Wettbewerb, sehen Sie alle vier Filme an, und voten Sie für Ihren Favoriten. Um an der Abstimmung teilnehmen zu können, müssen Sie bei unterwasser.de registriert sein: www.unterwasser.de/community/registrieren

Hier geht's zum Wettbewerb: video.unterwasser.de/videowettbewerb

 

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