| boot 2013: Shark Guardian und Shark Enemy |

Vom Saulus zum Paulus

Wer hätte das vor einigen Jahren gedacht: Eine von zwei Ehren-Auszeichnungen von Sharkproject gehen an Laura Chinchilla, die Präsidentin von Costa Rica. Seit sie 2010 die Amtsgeschäfte des Landes in die Hand nahm, war das Ende der Haiflossenmafia beschlossene Sache, was auch Konsequenzen beim Regierungspersonal hatte. Ihr prominenter Unterstützer, Virgin Records-Gründer Richard Brenson, wurde konsequenterweise ebenso mit einem Award geadelt.

Wolfram Koch (Mitte) übergab den Shark Guardian 2012. © Daneil Brinckmann

 

Brenson hatte sich finanziell und logistisch an dem Vorstoß beteiligt.

Der „Shark Enemy“ geht hingegen an Colin Barnett, den führenden Politiker des Bundesstaates Westaustralien. Barnett hatte nach fünf tödlichen Unfällen im Vorjahr jüngst zur großangelegten Haijagd aufgerufen, unabhängig von der Spezies, und zwei Millionen Australische Dollar aus Regierungsmitteln frei gemacht.

Obendrein wird am Sharkproject-Stand dieser Tage eifrig Pinsel und Spraydose geschwungen: Graffitikünstler Gero Kania aus Berlin und Comic-Artist Oliver von Feistmantl aus Wien füllen ehrenamtlich großformatige Leinwände, die am Ende im Sinne des Fundraising versteigert werden.  Die Erlöse kommen nicht nur dem Sharkproject, sondern auch der Initiative Mission Deep Blue zu Gute, wie Präsident Gerhard Wegner gegenüber unterwasser erklärt: „Wir brauchen Geld für die internationalen Projekte – wir haben vier Ranger in Indonesien finanziert und jetzt ist das Geld praktisch weg.“ Sonst will sich Sharkproject in den kommenden Monaten vermehrt dem Schutz der aussterbenden Dornhaie (Thema „Schillerlocken“) widmen.

Weitere Infos: Shark Project, Stand 3H21, www.sharkproject.rog

 

 

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