| Seltener Fang in der Ostsee |

Mondfisch ins Netz gegangen

Einige Seemeilen vor Rügen ist Fischern ein seltener Beifang ins Netz gegangen: ein in der Ostsee eigentlich nicht heimischer Mondfisch. Wissenschaftler des Deutschen Meeresmuseums untersuchen und konservierten das Tier für die Sammlung. Das mit 46 Zentimetern Länge und 72 Zentimetern Höhe eher kleine Exemplar befand sich in einem relativ guten Zustand.

Für spätere DNA-Untersuchungen entnimmt Dr. Timo Moritz, Kurator für Fische am Deutschen Meeresmuseum, dem Mondfisch Gewebeproben. © Deutsches Meeresmuseum

„Dass sich ein Mondfisch in die Ostsee verirrt, ist schon eher selten“, stellt Dr. Timo Moritz fest. Die Fischart ist in tropischen und subtropischen Meeren heimisch. Offenbar wurde das Exemplar mit der Strömung erst in die Nordsee und anschließend in die Ostsee getrieben.
Dem Mondfisch wurde eine Gewebeprobe für eine DNA-Analyse entnommen, danach fixierten Forscher das Tier in einer vierprozentigen Formalinlösung und machen es somit auf Dauer haltbar.
Mondfische sind die weltweit schwersten Knochenfische, den Rekord halten Exemplare mit 2,3 Tonnen Gewicht und einer Länge von 3,30 Metern. Weibchen dieser Art können bis zu 300 Millionen Eier für einen Laichgang produzieren. Somit gelten Mondfische auch als fruchtbarste Fischart.
In den Ausstellungen des Deutschen Meeresmuseums können Mondfische als präpariertes Original oder naturgetreue Nachbildungen besichtigt werden. Zudem finden Interessierte im OZEANEUM in der Hansestadt Stralsund eine originalgroße Nachbildung. In der Sonderausstellung „Erforschung und Nutzung der Meere“ ist zudem ein konserviertes Präparat zu sehen, das 2009 vor Dranske/Rügen ins Netz ging.

Infos: www.ozeaneum.de, www.meeresmuseum.de

 

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