| Kommunikation unter Seepferdchen |
Klicken und Grummeln
„Und sie waren alles andere als 'einsilbig' - gleich zwei Laute konnten wir mittels Hightech-Unterwassermikrofonen aufnehmen, einen Klick- und einen Grummel-Laut“, berichtet Abed-Navandi. Die Klick-Laute sind beim Fressen und bei der Balz zu hören. Sie entstehen, wenn in einem Hinterkopf-Gelenk des Seepferdchens zwei Knöchelchen aneinander gerieben werden. Es klingt wie menschliches Zungenschnalzen.
Der zweite Laut ist ein niederfrequentes Grummeln. Die Tiere grummeln ganz eindeutig – vor allem, wenn sie in Not sind, etwa wenn sie von einem Raubfisch festgehalten werden.
Mit dieser Entdeckung reiht sich das Haus des Meeres, seit Jahren erfolgreich mit eigener Seepferdchen-Zucht, ganz nach vorn ins internationale Forschungsgeschehen rund um die Spezies Hippocampus ein. Nach der Entdeckung, in den Medien gefeiert mit „Sprechende Seepferdchen in Wien!“, wird nun über den Sinn spekuliert: „Das Klicken könnte ein Hinweis an andere Seepferdchen sein, dass gerade viele Nahrungskrebse entdeckt wurden, um dann gemeinsam zu fressen“, rätselt Dr. Daniel Abed-Navandi. „Seepferdchen sind sehr soziale Tiere, die viel Zeit aufwenden, um einander zweimal täglich zu begrüßen.“ Warum der Klick-Fresslaut aber auch bei der Balz zu hören ist, bleibt noch ein Rätsel.
Die Besucher im Haus des Meeres können diese Laute nun auch hören. Ein Lautsprecher an einem der Vier-Meter-Aquarien macht es möglich.
Infos: www.haus-des-meeres.at
Bisher sind noch keine Kommentare vorhanden, wir freuen uns auf Ihre Eindrücke!

