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Edis Paradies - wird es überleben?
Edi Frommenwiler, das zweitjüngste von zehn Kindern einer schweizer Familie, versuchte sich in verschiedenen Berufen, als Mechaniker, Fernlastfahrer sowie als Reiseleiter von Abenteuerreisen, bis er beschloss, in Indonesien zu bleiben. Dort kam er auf die Idee, selbst ein Schiff zu bauen. Obwohl er noch nie zuvor in seinem Leben so etwas gemacht hatte, gelang das Unterfangen. Mit Hilfe von einheimischen Bootsbauern lief die Pindito 1992 von Stapel, ein Holzschiff von 30 Metern Länge und Platz für 16 Mann Besatzung.
Vor acht Jahren besuchte der Filmemacher Otto C. Honegger den Schweizer Auswanderer, tauchte mit ihm und sah Meeresbewohner und Schönheiten dieser fantastischen Gegend. Jetzt kehrt er zurück, um festzustellen, was aus diesem einmaligen Paradies geworden ist. Damals war Edi Frommenwiler allein. Mittlerweile lockt diese Wildnis ambitionierte Taucher aus aller Welt an, aber auch illegale Fischer.
Umweltorganisationen und die lokale Regierung schufen deshalb vor drei Jahren sieben marine Schutzgebiete. Touristen, die dort tauchen, müssen eine Gebühr entrichten. Ebenso fährt ein bunt bemaltes Schulschiff namens "Kalabia" von Ort zu Ort, um die Kinder der rund 100 Dörfer im nachhaltigen Umgang mit dem Meer zu unterrichten.
Otto C. Honegger begleitet Edi und seine Taucher erneut bei ihrer Suche nach den Schönheiten dieser Meereswelt. Er versucht herauszufinden, was die Schutzgebiete gebracht haben, und trifft wieder auf einige wunderbare Meeresbewohner. Außerdem verfolgt er den Unterricht der "Kalabia"-Crew in einem einheimischen Dorf und filmt, wie die Kinder die neue Botschaft von der Erhaltung ihrer Korallenriffe und Fische aufnehmen. Was die Kinder lernen, konfrontiert er mit der Wirklichkeit von Raja Ampat, mit dem fantastischen Leben im Meer, aber auch mit den Gefahren, die das Paradies bedrohen.
Heute, Mittwoch, 22. Februar 2012, 21:05 Uhr auf 3sat
Ja, das sind wahrhaftig Schatzinseln. Ich war selbst dort und durfte die Unterwasserwelt im Marine Reserve Raja Ampat vor Aljui, Waigeo und Wayag geniessen. Es ist atemberaubend und man muss wirklich aufpassen, dass man bei all der Schönheit, die einen umgibt, sich nicht selbst vergisst. Toll was die Kalabia-Crew dort macht. Denn bei all der Schönheit sieht man überall die Resultate der Zivilisation in Form von Plastikmüll, der achtlos im Wasser entsorgt wurde. Hoffe, sie können die Bewohner noch weiterhin sensibilisieren, sorgsam mit diesem einmaligen Naturgeschenk umzugehen. Und hoffentlich fällt nicht zu vielen Touris ein, sich dort zu verlustigen…



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