| Weltrekord-Event am Weissensee |

Drei Mal Abschied vom Eis-Apnoe

Auch dieses Jahr sollen im Weissensee wieder Rekorde im Tauchen unter Eis fallen. Drei Eistaucher aus drei Nationen nehmen dabei am 16. Februar offiziell Abschied vom Eistauchen. Allen voran Nik Linder aus Deutschland, der erstmals 2010 einen Weltrekord in dieser Apnoe-Disziplin schaffte. Auch die Freitaucher Peter Colat (Schweiz) und Andreas Pap (Serbien) wollen sich ein letztes Mal an einem Rekord versuchen.

Will einen positiven Abschied vom Apnoetauchen unter Eis schaffen: Peter Colat © Archiv Tauchcenter Freiburg

Am kommenden Samstag möchte Linder noch einmal den Weltrekord in der Disziplin „Streckentauchen unter Eis –ohne Flossen“ brechen. 75 Meter oder mehr nimmt er sich dabei vor. Dieser Rekord war bereits 2011 geplant, wurde damals aber abgesagt, weil sich Linder nur auf den erfolgreichen Rekord im Streckentauchen mit Flossen konzentrieren wollte. Mit diesem Versuch schließt sich somit der Kreis, und er beendet seine Eistauchkarriere mit dem Rekordversuch, mit dem er vor drei Jahren begonnen hatte. Unterstützt wird er dabei vom Tauchcenter Freiburg, Bonex Scooter, Scubapro und der Firma Necon.

Der Schweizer Peter Colat ist mehrfacher Weltrekordhalter im Zeittauchen nach Atmung von Sauerstoff und 20facher nationaler Rekordtaucher der Schweiz. Nach einem tragischen Rekordversuch vor zwei Jahren, als einer seiner Sicherungstaucher ums Leben kam, möchte er das Kapitel Eistauchen für sich positiv abschließen. Er will den Weltrekord im Streckentauchen mit Flosse brechen – mehr als 130 Meter muss er dafür unter einer geschlossenen Eisdecke tauchen.

Auch Andreas Pap, der ehemals tiefste Mensch unter Eis, möchte seinen Titel zurück haben. Momentan hält Christian Redl den Rekord mit 62 Metern. Andreas nutzt dabei seinen Schlitten und will in der Disziplin „No Limits“ so tief wie nie ein Mensch zuvor unter Eis tauchen. Andreas Pap kommt gerade aus dem ägyptischen Sharm el Sheikh zurück, wo er den serbischen Rekord in der Disziplin „No Limits“ mit 80 Metern gebrochen hat.

Alle drei Athleten haben auch gescheiterte Weltrekordversuche hinter sich und wissen um die Gefahren, die das Eistauchen mit sich bringt. Die begrenzten Auftauchmöglichkeiten, die extreme Kälte, die Höhenluft und nicht zuletzt der mentale Aspekt beim Tauchen unter einer geschlossenen Eisdecke werden den Athleten den Tauchgang nicht einfach machen

Das am Weissensee ansässige Tauchcenter Yachtdiver Weissensee rund um Inhaber Ernest Turnschek hat sich seit Jahren zu Spezialisten im Organisieren von Weltrekorden unter Eis gemausert.

 

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