| boot 2013: Christian Redl |
Der ganz normale Messewahnsinn, der Himalaya, und die Eishockey-Unter-Eis-Weltmeisterschaft
„Die Idee war, anhand der Untersuchungsergebnisse Bergsteigen sicherer zu machen weil die Höhenkrankheit einfach ein Riesenproblem ist“, erklärt Redl. „Ich habe vor Ort mit einem Luftrettungsteam gesprochen und gehört, dass sie vier bis fünf Einsätze pro Tag fliegen.“ Gegenstand der Untersuchungen war die Frage, wie sich der Körper in zehn Tagen an den geringen Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre anpasst und wie sich das auf's Freitauchen auswirkt. Die bisherigen Ergebnisse klingen ebenso interessant wie einschüchternd: „Mit spezieller Atemtechnik lässt sich die Sauerstoffsättigung im Blut weit oben halten, etwa bei 90, 98 Prozent, aber nach zwei Minuten in der Höhe war ich bei 65 Prozent was praktisch kurz vor Bewusstlosigkeit ist.“
Weil aller guten Dinge bekanntlich drei sind, hat Redl hinter den Kulissen bereits die Vorbereitungen zur zweiten Eishockey-Unter-Eis-WM abgeschlossen, bei der vom 14. bis 16. Februar fünf Teams aus Deutschland, Österreich, Slowenien, Dänemark und der Tschechischen Republik im Weißensee gegeneinander antreten. Freitauchend. Allein zwei Ausstiege im Eis erlauben die Versorgung mit Luft, und der Puk hat natürlich Auftrieb. Zuschauer unter'm Eis wird es zwar nicht geben, dafür wird das Event auf Facebook übertragen. Die erste WM vor fünf Jahren war Thema in über 500 TV-Beiträgen weltweit. Christian Redl wird auch nächsten Monat selbst für das österreichische Nationalteam antreten und gibt sich entsprechend kämpferisch: „Beim letzten Mal waren wir noch Vizemeister, aber jetzt schauen wir mal...“
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