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Türchen 7 - Farbensehen bei Vollmond?

Die Fragen zum Farbensehen bei Vollmond war eine kniffligere - und eine der interessantesten bisher im Quiz 2014. Hier eine Erklärung und die entsprechenden Quellen.

Anders als am Tag sieht man selbst in der hellsten Mondnacht keine Farben. Das liegt an der Funktionsweise des menschlichen Auges:
Die Netzhaut des Auges besteht aus Sehzellen, die jedoch nicht alle gleich empfindlich auf Helligkeit und Farben reagieren. Die etwa 125 Millionen Stäbchen »sehen« keine Farben, dafür sind sie sehr lichtempfindlich. Rund sieben Millionen Zapfen sehen zwar Farben, können aber bei wenig Licht nicht mehr arbeiten. Sie sind auch in einer hellen Vollmondnacht schon lange außer Gefecht gesetzt. Die Stäbchen gleichen durch ihre hohe Lichtempfindlichkeit diesen Mangel aus, und lassen für den Menschen den Eindruck entstehen, dass es noch recht hell ist.

Deshalb erscheint es manchmal so, als könnte man das Grün einer vollmondbeschienenen Wiese oder die Farbe eines bekannten Hauses erkennen. Das menschliche Gehirn neigt nämlich dazu, aus Gewohnheit Gegenständen Farben zuzuordnen. Bäume scheinen daher auch in der späten Dämmerung oder im Mondschein grün. Physiologisch ist das unmöglich, nur die Graustufen heller und dunkler Farben lassen sich auch bei wenig Licht unterscheiden.

http://www.scinexx.de/dossier-detail-330-7.html

Das Spektrum des Mondlichts ist naturgemäß dem Spektrum des Sonnenlichts sehr ähnlich, jedoch werden kürzere Wellenlängen stärker abgeschwächt. Die Farbtemperatur beträgt etwa 4500K. Mondlicht ist dem Sonnenlicht extrem ähnlich. Auch wenn obige Bilder und Spektralmessungen des Mondlichts klar zeigen, dass Mondlicht gelblich-weiß ist und keinesfalls blau, hat sich in vielen Köpfen die Vorstellung festgesetzt, das Mondlicht sei blau. Sie ist um so überraschender, als wir bei so wenig Licht sowieso keine Farben mehr sehen können („nachts sind alle Katzen grau“). Vielleicht setzen wir auch unsere Erfahrung aus der Dämmerung fort: In der Dämmerung steigt die Farbtemperatur stark an. Sobald die rot-glühende Sonne verschwunden ist bleibt nur das in der Atmosphäre gestreute Licht übrig, das einen hohen Blauanteil hat. Wenn es schließlich immer dunkler wird und der Mond als Lichtquelle in den Vordergrund tritt, ändert sich die Farbtemperatur wieder zu einem gelblich-weißen Wert von 4500 K. Da wir nachts keine Farben sehen können, bemerken wir diese Farbänderung nicht und schätzen aus unserer Dämmerungs-Erfahrung vielleicht ab, dass auch das Mondlicht bläulich sein muss.

(u.a. auf: http://www.licht-im-terrarium.de/sonne/Mondlicht)

Und als weiteren Background dazu auch: Rezeptoren - Stäbchen und Zapfen auf http://www.filmscanner.info/Farbwahrnehmung.html

4 Kommentare


 
lucasz schrieb am:

=( ich hab schohn wider das kleiche problem wie gest6ern ich bin eingelogt und kann das quiz nicht starten
gehts nur mir so ?
oder bin ich das problem =) ?

lucasz schrieb am:

nach dem 10 mal pobieren gings jetzt doch

Petra Witteler schrieb am:

Letztes Jahr habe ich jeden Tag ihr Gew.Spiel
mitgemacht. Bin umgezogen, d.h. Email Adresse
ist gleich. Auf Grund der neuen Adresse gibt es
nur Fehlermeldung, trotz mittlerweile dreimalige
Anforderungen eines neuen Paßwortes.
Bitte um Regelung.
MfG

Alex schrieb am:

Hallo! Bei der heutigen ersten Fragen wollte ich Anwort B, nein antippen!! Jedoch hat mein Touchfeld beim scrollen bei Antwort A, ja ausgelöst.

Und jetzt???

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