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| Reisetagebuch Molukken, 1º2º2010 11:33 |
Tag 10: Der Zahnarzt muss leiden
8 Uhr, wecken. Gerd hat schon die Flaschen gecheckt, Nitrox 31, und uns heute für die Gruppe eins eingeteilt. Der Tauchplatz, wir nennenihn Roger Point im Süden von Halmahera, verfügt über eine schöne Unterwasser-Landschaft.
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Ein paar Schwarzspitzen-Riffhaie begleiten uns, halten aber eine zu große Distanz um sie vernünftig ablichten zu können. Ich konzentriere mich auf die großen Vasenschwämme, ansonsten sehe ich viel Kleinzeug und Nacktschnecken.
12 Uhr, zweiter Tauchgang vor der Insel Babi. Klares Wasser und Strömung, so wie ich sie selten erlebt habe. Wir tauchen auf 24 Meter ab und lassen uns treiben. An Festhalten ist nicht zu denken, wahrscheinlich hätte es mir den Arm abgerissen. Das Riff ist über und über mit kleinen gelben Weichkorallen bewachsen. Eine der anderen Gruppen hat auf der anderen Seite getaucht, keine Strömung und Fisch ohne Ende. Süßlippen und Fledermausfisch, bis zu 30 Tieren im Schwarm. Da kann man nur sagen: »zur falschen Zeit am falschen Ort«.
14 Uhr Mittagessen und Weiterfahrt zur südlichsten Spitze von Halmahera.
Ja hätt er halt was Gesceites gelernt: "Gerd der Zahnarzt muss Modeln. Fotografen können grausamn sein ... Foto: Udo Kefrig.
17 Uhr. Es ist spät geworden, der Tauchplatz Wali Corner ist eine Steilwand bis 40 Meter Tiefe, die dann stufenförmig ins Unendliche abfällt. Das Wasser ist glasklar, ich schätze die Sicht auf über 30 Meter. Ein typischer Dämmerungstauchgang, Schwarzspitzen-Riffhaie und Schwärme von Doktorfischen begleiten uns während des Abstiegs. Ich kann noch einige schöne Mischlichtaufnahmen von den großen Fächerkorallen Fächerkorallen, mit der die Riffwand über und über bewachsen ist, schießen. Gerd muss für mich modeln. Er macht seine Sache sehr gut, ich quäle ihn gern und lasse ihn in der Strömung das Motiv solange anschwimmen, bis es passt. Jetzt muss Gerd, der Zahnarzt aus Lingen, eben auch mal leiden. Seine Patienten werden es mir wohl ewig danken. Nach dem Abendessen fallen wir alle platt ins Bett. »Das Leben ist schon hart in den Tropen«.
Lesen Sie morgen: Gruppensex am Porno-Riff
Udo Kefrig
Seite 9 von 16

 
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